
Geboren wurde ich 1983 als Aniko Vater in Meissen in der ehemaligen DDR. Meine Mutter heißt Kerstin Vater. Sie hat meinen Vater damals auf einem Fest kennen gelernt und es war Liebe auf den ersten Blick.
Mein Vater hat wohl als Schweißer im Stahlwerk in Riesa gearbeitet und in einem Wohnheim in Zeithain bei Riesa gewohnt. Er hat sich sehr um mich gekümmert. Meine Großmutter erzählte mir, dass er sogar mehr Unterhalt für mich bezahlt hat, als er eigentlich musste. Leider musste er schon ein Jahr nach meiner Geburt nach Mosambik zurück. Meine Mutter wollte eigentlich auch nach Afrika auswandern, aber das hat dann nicht geklappt.
Mein Vater hat mir Jahre lang Briefe geschrieben, welche aber leider zurückgehalten wurden, so dass ich erst mit 16 erfahren habe dass mein Vater überhaupt geschrieben hat. Da habe ich dann auch zum ersten Mal Fotos von ihm gesehen und mir vorgenommen, ihm irgendwann mal zu begegnen.
Ich habe damals angefangen, ihn zu suchen. Dabei habe ich eine Frau gefunden, die wohl mit meinem Vater verheiratet gewesen ist und herausgefunden, dass ich aus dieser Ehe noch Halbgeschwisster habe. Diese Frau heißt Felicitas Kowella und lebte damals in Maputo. Aufgrund der Überschwemmungen 1999/2000 habe ich leider den Kontakt zu dieser Familie verloren.
Ich habe es über Behörden, Detektive und das Fernsehen versucht, leider haben alle
damals abgelehnt. Die Behörden konnten mir aus Datenschutzgründen keine Angabe machen, die Detektive waren entweder für mich ( damals noch Schülerin ) unbezahlbar oder lehnten ab, da ihnen Afrika zu riskant sei. Ich hatte da das Gefühl vor einer großen Wand zu stehen und fühlte mich sehr hilflos.
Jetzt habe ich die Unterstützung eines Fernsehteams, das mich begleiten wird und ich habe festgestellt, dass es viele Menschen gibt, die bereit sind mir dabei zu helfen.
Ich habe leider keine aktuellen Daten, kein genause Geburtsdatum und leider ist er auch nicht in meiner Geburtsurkunde registriert. Diese ganzen Umstände erschweren die Suche nach meinem Vater Eugenio Mendes Maloa Kowella extrem.
Aber ich habe neue Hoffnung, meinen Vater doch irgendwann einmal zu treffen.